02.01.2006

Nachrichtenarchiv 03.01.2006 00:00 Verfassungs-Richter Papier gegen aktive Sterbehilfe

Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Papier, hat sich entschieden für eine Beibehaltung des strikten Verbots der aktiven Sterbehilfe ausgesprochen. "Das Tötungstabu darf in unserer Gesellschaft nicht durchbrochen werden. Aber genau das könnte die Konsequenz einer Legalisierung der aktiven Sterbehilfe sein", sagte Papier in einem Interview der "Leipziger Volkszeitung". Bei einer Abschwächung des bestehenden Verbots würde nicht nur ein Dammbruch drohen, sondern auch Missbrauch und sozialer Druck auf Patienten und Ärzte, warnte Papier. Der Gesetzgeber habe einen Schutzauftrag für das Leben. Diesem komme er dadurch nach, dass er das aktive Töten von Menschen verbiete und unter Strafe stelle.