21.12.2005

Nachrichtenarchiv 22.12.2005 00:00 Chinesische Gebetsmatte lag unerkannt im Kölner Dom

Ein Teppich im Chor des Kölner Doms hat sich überraschend als chinesische Gebetsmatte aus dem 18. Jahrhundert entpuppt. Diese Entdeckung habe Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner jetzt gemacht, teilte die Stadt Köln am Donnerstag mit. Der über fünf Meter lange und 53 Zentimeter breite Teppich aus einem buddhistischen Tempel sei dem Kölner Dom 1960 von einem chinesischen Teppichhändler geschenkt worden. Anlässlich der aktuellen Teppich-Ausstellung «Glanz der Himmelssöhne» im Kölner Museum für ostasiatische Kunst hatte Schock-Werner den Teppich untersuchen lassen. Er zeigt quadratische Felder mit je einem Swastika-Medaillon. Das Hakenkreuz oder Sonnenrad gilt im Buddhismus und Hinduismus als Glückssymbol. Der Teppich soll nun gereinigt und konserviert werden.