20.12.2005

Nachrichtenarchiv 21.12.2005 00:00 Kardinal Wetter: Zwangsprostitution bei Fußball-WM verhindern

Der Münchner Kardinal Friedrich Wetter befürchtet zur Fußballweltmeisterschaft in Deutschland eine Zunahme von Zwangsprostitution und Menschenhandel. Er appellierte am Mittwoch in München an Bundesregierung, WM-Organisationskomitee und Kommunen, der kriminellen Prostitution einen Riegel vorzuschieben. Ein solch menschenverachtender Umgang mit Frauen dürfe nicht toleriert werden. Die Verantwortlichen sollten den anrückenden Betreibern dieser Geschäfte rechtzeitig die Rote Karte zeigen, forderte der Kardinal. Es gebe auch Grund zu der Annahme, dass illegal eingereiste Prostituierte nach der WM in die Illegalität abtauchten. Laut Wetter wurden die Kommunen vom Deutschen Städtetag bereits gebeten, für die eingeschleusten Frauen Beratungsstellen aufzubauen.