11.12.2005

Nachrichtenarchiv 12.12.2005 00:00 Kardinal Kasper: keine neue Priorität im ökumenischen Dialog

Kurienkardinal Walter Kasper hat protestantische Sorgen vor einer ökumenischen Neuorientierung in Richtung der orthodoxen Kirchen zurückgewiesen. Auch wenn der Dialog der katholischen Kirche mit der Orthodoxie jetzt nach vierjähriger Unterbrechung wieder beginne, sei damit keine neue Priorität verbunden. Das sagte der Präsident des sogenannten Päpstlichen Einheitsrates heute in Berlin. Kasper sagte weiter, dogmatisch stünden die Orthodoxen den Katholiken zwar viel näher als die Protestanten, doch seien die Mentalitäts- und Kulturunterschiede größer. Zudem mißtrauten viele orthodoxen Christen aus historischen Gründen der römischen Kirche. - Kardinal Kasper hält sich zu einer Vorlesung an der Berliner Humboldt-Universität auf. Er traf in Berlin auch zusammen mit Bundeskanzlerin Merkel, Innenminister Schäuble und Bildungsministerin Schavan.