07.12.2005

Nachrichtenarchiv 08.12.2005 00:00 BGH-Richterin fordert gesetzliche Regelung zur Sterbehilfe

Die Vorsitzende Richterin am Bundesgerichtshof (BGH), Meo-Micaela Hahne, hat eine gesetzliche Klarstellung zur Sterbehilfe gefordert. Ziel müsse dabei sein, das Selbstbestimmungsrecht und die Menschenwürde der Patienten zu schützen. Das sagte Hahne in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" von heute. Die Patienten dürften keinesfalls zum "zum Spielball, Zankapfel oder Versuchsobjekt von widerstreitenden Meinungen und Interessen" werden. Hahne äußerte sich zu einem Streitfall, den kürzlich der Bundesgerichtshof entschieden hat. Demnach hat das Personal eines Pflegeheims nicht das Recht, einen Patienten gegen seinen Willen zwangszuernähren. Andererseits darf sich ein Pfleger aus der Behandlung zurückziehen, wenn für ihn eine Anordnung des Arztes unzumutbar ist, so die Richterin.