07.12.2005

Nachrichtenarchiv 08.12.2005 00:00 Fleischindustrie will Seehofer unterstützen

Im Kampf gegen den kriminellen Handel mit so genanntem Gammelfleisch setzt Bundesverbraucherminister Seehofer auch auf die Unterstützung der Industrie. Nach einem Treffen mit Vertretern aus der Fleischbranche, sprach er von vollständiger Übereinstimmung im Kampf gegen entsprechende Fleischhändler. Schon gestern hat Seehofer ein 10-Punkte-Sofortprogramm vorgestellt. Länder und Kommunen sehen dagegen offenbar keinen Handlungsbedarf: für Kontrollen wollen sie nicht mehr Geld ausgeben. Die "Berliner Zeitung" hat eine Umfrage unter den 16 Bundesländern gestartet. Das Ergebnis: in keinem einzigen Land ist geplant, mehr Kontrolleursstellen zu schaffen oder den Etat für Kontrollen zu erhöhen. Auch nicht in den von dem Skandal besonders betroffenen Ländern Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bayern. Im Gegenteil rechneten einige Länder sogar mit einem Stellenabbau. Lediglich das baden-württembergische Ernährungsministerium erklärte, die Kontrolleure zu verstärken, falls - Zitat - eine "Schwachstellenanalyse eine zwingende Notwendigkeit ergibt".