05.12.2005

Nachrichtenarchiv 06.12.2005 00:00 Caritas sieht Reformbedarf bei Katastrophen-Spenden

Der Leiter von Caritas international, Salm sieht rund ein Jahr nach dem Tsunami Reformbedarf bei der internationalen Katastrophenhilfe. Salm kritisiert, dass sich viele Hilfsorganisationen unkritisch auf die medienwirksamen Katastrophen gestürzt hätten, um hohe Spenden zu erhalten. An den Staat appellierte er, sich "antizyklisch" zu verhalten: Wenn sich die Öffentlichkeit so stark mit Spenden engagiere wie beim Tsunami, solle sich die Regierung mit Hilfen zurückhalten. Nach dem Tsunami habe die Caritas 50 Millionen Euro an Spenden bekommen, für Mittelamerika kamen nur 150.000 Euro zusammen.