02.12.2005

Nachrichtenarchiv 03.12.2005 00:00 OECD über Lage von Migranten in Deutschland besorgt

Die OECD sieht in den erheblich unterschiedlichen Lebenslagen von gebürtigen Deutschen und Zuwanderern Anlass zur Sorge. In einer in Berlin vorgestellten Studie über die Eingliederung in den Arbeitsmarkt weist die Organisation der führenden Industrienationen vor allem auf fehlende Integration, hohe Arbeitslosigkeit und mangelhafte Bildungschancen bei Menschen mit Migrationshintergrund hin. Neben der Zuwanderung der so genannten Gastarbeiter aus der Türkei, Ex-Jugoslawien, Italien, Griechenland und Spanien ist die Situation laut Bericht durch die hohe Zuwanderung von Aussiedlern und humanitären Migranten in den späten 80er und frühen 90er Jahren geprägt. Nach neuesten Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden liegt die Zahl der Einwohner mit einem so genannten Migrationshintergrund in Deutschland bei 14 Millionen.