28.11.2005

Nachrichtenarchiv 29.11.2005 00:00 Deutsche im Irak entführt

Aufständische im Irak haben zum ersten Mal eine Deutsche entführt. Die 43-jährige Archäologin Susanne Osthoff aus Bayern wird seit Freitag vermisst. Bundeskanzlerin Merkel verurteilte die Entführung auf das Schärfste und appellierte an die Kidnapper, ihre Geisel möglichst schnell wieder freizulassen. In einem Video fordern die Kidnapper die Bundesregierung auf, die Zusammenarbeit mit der irakischen Regierung einzustellen. Anderenfalls würden die Entführte und ihr Fahrer getötet. SPD-Chef Platzeck setzt auf eine erfolgreiche Arbeit des Krisenstabes. Dieser steht mit allen relevanten Stellen in Kontakt, um das Schicksal der beiden Entführten zu klären, heißt es. Bundeskanzlerin Merkel betonte, alle Bemühungen seien darauf gerichtet, das Leben und die körperliche Unversehrtheit der Geiseln zu schützen. Mit großer Sorge und Bestürzung hat auch das Deutsche Medikamenten-Hilfswerk action medeor von der Entführung von Susanne Osthoff erfahren. Während des Irak-Krieges gelang es der medeor-Partnerin Susanne Osthoff unter gefährlichen Bedingungen, lebenswichtige medeor-Medikamente in das Saddam-City-Hospital und Al-Kindi-Hospital in Bagdad zu bringen.