21.11.2005

Nachrichtenarchiv 22.11.2005 00:00 Arbeitsgemeinschaft kritisiert Praxisgebühr für Wohnungslose

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe hat die künftige Bundesregierung aufgefordert, Sozialhilfebezieher von Praxisgebühren und ärztlichen Zuzahlungen zu befreien. Eine Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft sagte, dass jetzt auch Wohnungslose zuzahlen müssten, sei ungerecht und verschlechtere ihre Gesundheitsversorgung erheblich. Wegen der Praxisgebühr suchten immer weniger Wohnungslose die Arztpraxen auf. Dadurch sei die Versorgung mit wichtigen Medikamenten gefährdet. Außerdem seien Wund- und Heilsalben für diesen Personenkreis besonders wichtig. Weil diese Arzneimittel nun aber selbst bezahlt werden müssten, seien sie für Wohnungslose nicht mehr finanzierbar.