17.11.2005

Nachrichtenarchiv 18.11.2005 00:00 Justizminister lehnen Legalisierung der aktiven Sterbehilfe ab

Die Justizminister von Bund und Ländern haben bei ihrer Herbsttagung wie erwartet jede Legalisierung der aktiven Sterbehilfe zurückgewiesen. Eine Reform des entsprechenden Paragraphen 216 des Strafgesetzbuches komme nicht in Betracht. Die Minister begründeten die Entscheidung mit der Unantastbarkeit fremden Lebens, der Möglichkeit eines Dammbruchs beim Lebensschutz und der Gefahr des Mißbrauchs. Bundesjustizministerin Zypries begrüßte den Beschluß. Dagegen kritisierte Hamburgs Justizsenator Kusch die Entscheidung. Er will die aktive Sterbehilfe legalisieren.