15.11.2005

Nachrichtenarchiv 16.11.2005 00:00 Ärzte ohne Grenzen: gesundheitliche Versorgung im Kongo katastrophal

Die gesundheitliche Versorgung in der Demokratischen Republik Kongo ist laut "Ärzte ohne Grenzen" katastrophal. Auch nach dem Friedensschluss von 2003 sei die Sterberate in Teilen des Landes extrem hoch, erklärte die Hilfsorganisation gestern in Berlin. Medizinische Hilfe fehle ganz oder könne von der Bevölkerung nicht bezahlt werden. Die meisten Opfer sterben laut "Ärzte ohne Grenzen" an behandelbaren Infektionskrankheiten wie Malaria, Atemwegsinfektionen und Durchfallerkrankungen. In einem fünfjährigen Krieg bis 2003 waren nach UN-Schätzungen im Kongo bis zu vier Millionen Menschen ums Leben gekommen.