13.11.2005

Nachrichtenarchiv 14.11.2005 00:00 Argentinien: Kirche kritisiert soziale Ungleichheit

Erneut ist zwischen Regierung und katholischer Kirche in Argentinien ein heftiger Streit ausgebrochen. Die neu gewählte Bischofskonferenz kritisierte am Wochenende eine "skandalöse Ungleichheit der Einkommen und fehlende Solidarität" in der Gesellschaft. Politiker reagierten mit scharfen Angriffen. Mitglieder der Partei von Staatspräsident Kirchner warfen den Bischöfen vor, sie seien klare Gegner der Regierung. Die Erklärung der Bischöfe erinnere an die Zeit der Putschisten und der Militärdiktatur. Regierungschef Fernandez erklärte, es sei nicht wahr, dass viele Argentinier unter prekären Bedingungen lebten. Die Zahl der Armen gehe stetig zurück.