25.10.2005

Nachrichtenarchiv 26.10.2005 00:00 Jeder zweite Peruaner lebt unter der Armutsgrenze

Noch immer lebt jeder zweite Peruaner unterhalb der Armutsgrenze. Wie das nationale Statistikinstitut in Lima mitteilte, ging der Anteil der Menschen in Armut zwar in den Provinzen zurück; in den Großstädten stieg er jedoch an. Die Behörde wies außerdem auf die hohe und seit über einem Jahr stabile Wirtschaftswachstumsrate von knapp sechs Prozent hin. Sie wecke die Hoffnung, die Zahl der Arbeitslosen und Gelegenheitsarbeiter künftig senken zu können. Der peruanische Präsident Toledo startete Anfang September ein Programm, das 500.000 Menschen eine Grundversorgung mit Strom, Wasser und Nahrungsmitteln sichern soll. Bis zu den Präsidentschaftswahlen im April verspricht sich Toledo eine radikale Verbesserung der Situation. Zuletzt hatte auch die katholische Kirche des Landes die desolaten Lebensumstände vieler Peruaner angeprangert.