24.10.2005

Nachrichtenarchiv 25.10.2005 00:00 US-Bürgerrechtlerin Rosa Lee Parks gestorben

Die US-amerikanische Bürgerrechtlerin Rosa Lee Parks ist am Montag im Alter von 92 Jahren in Detroit gestorben. Das berichtete der Nachrichtensender CNN. Die afroamerikanische Näherin wurde berühmt, weil sie sich am 1. Dezember 1955 in Montgomery, Alabama, weigerte, ihren Platz im Bus für einen weissen Mann zur räumen. Damals herrschte in Bussen und Restaurants der Südstaaten noch eine strikte Rassentrennung. Für ihre Weigerung wurde die damals 42-jährige Parks ins Gefängnis geworfen und zu einer Geldstrafe von 14 Dollar verurteilt. Ihre Festnahme löste einen knapp einjährigen Busboykott durch die schwarze Bevölkerung aus. Organisiert wurde der Boykott von dem damals noch kaum bekannten baptistischen Pfarrer Martin Luther King. Die daraus entstandene Bürgerrechtsbewegung war am Ende erfolgreich: 1956 erklärte das oberste US-Gericht die Rassentrennung in öffentlichen Verkehrsmitteln für verfassungswidrig.