19.10.2005

Nachrichtenarchiv 20.10.2005 00:00 Ulla Schmidt fördert ambulante Pflegehilfe für Sterbenskranke

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) will jährlich knapp 240 Millionen Euro für die Pflege sterbenskranker Menschen bereitstellen. Das sei die richtige Antwort auf die Forderung nach aktiver Sterbehilfe, die strikt abzulehnen sei, sagte Schmidt der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die Ministerin plant einen eigenständigen gesetzlichen Leistungsanspruch auf eine "spezialisierte ambulante Palliativversorgung". Dafür sollen bundesweit 330 Teams aus Ärzten und Pflegekräften gebildet werden. Betroffene müssten die Möglichkeit erhalten, ohne unnötige Leiden und wenn möglich zu Hause bis zum Tod betreut zu werden, betonte Schmidt. Die Teams sollten Menschen mit erhöhtem Versorgungsbedarf zu Hause, in Kliniken, Pflegeheimen oder Hospizen betreuen.