17.10.2005

Nachrichtenarchiv 18.10.2005 00:00 Indien beteiligt Religionsführer an Kampagne gegen Abtreibung

Die indische Regierung plant gemeinsam mit Religionsführern eine Kampagne gegen die gezielte Abtreibung von Mädchen. Ein Vertreter der indischen Gesundheitsbehörde sagte, das gesetzliche Verbot, vor der Geburt das Geschlecht des Fötus zu bestimmen, reiche offensichtlich nicht aus. Um die gezielten Abtreibungen von weiblichen Föten zu verhindern, müsse es einen Mentalitätswechsel geben. Dieser könne aber nur mit Hilfe von Persönlichkeiten wie religiösen Führern gelingen, deren Wort Gewicht habe, so der Minister. In Indien fehlen wegen der geschlechtsspezifischen Abtreibungen rund 40 Millionen Frauen. Im Jahr 2001 kamen auf 1000 geborene Jungen nur 927 Mädchen.