10.10.2005

Nachrichtenarchiv 11.10.2005 00:00 Prälat Vogt: Kopftuchverbot in NRW bedenklich

Die katholische Kirche äußert "große Bedenken" gegen das von Schwarz-Gelb geplante Kopftuchverbot für muslimische Lehrerinnen in Nordrhein-Westfalen. Es sei zu befürchten, dass diese Lösung nach baden-württembergischem Modell eines Tages vor dem Bundesverfassungsgericht lande, sagte der Leiter des Katholischen Büros, Prälat Vogt, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Düsseldorf. Das Gericht werde es womöglich nicht dulden, wenn das Kopftuch verboten werde, Kreuz und Kippa aber erlaubt blieben, so Vogt. Bisherige Urteile legten diesen Trend nahe. Am Ende gebe es eine laizistische Lösung wie in Frankreich, wo alle religiösen Symbole in Schulen verboten sind. Vogt bevorzugt daher eine Einzelfallregelung. "Schon jetzt gibt es Möglichkeiten, bei konkreten Konflikten einzugreifen", sagte er.