03.10.2005

Nachrichtenarchiv 04.10.2005 00:00 Hunderte Flüchtlinge dringen in spanische Exklave ein

Rund 350 Schwarzafrikaner sind gestern über den Grenzzaun in die spanische Exklave Melilla in Marokko eingedrungen. Der doppelte, auf sechs Meter erhöhte Metallzaun sei stellenweise niedergerissen worden. Mit den meisten der afrikanischen Herkunftsländer hat Spanien keine Rücknahmeabkommen. Marokko erkennt ein mit Spanien geschlossenes Rücknahmeabkommen von Menschen aus Drittländern nicht an. Die meisten Schwarzafrikaner können deshalb in Spanien bleiben. Die spanische Regierung hatte nach ähnlichen Vorfällen an ihren Exklaven Melilla und Ceuta in Marokko in den vergangenen Wochen die Bewachung der Grenzen verstärkt. An den Grenzen beider Städte starben in diesem Jahr bereits acht Menschen.