01.10.2005

Nachrichtenarchiv 02.10.2005 00:00 Weltsynode mit 256 Bischöfen in Rom eröffnet

Papst Benedikt XVI. hat heute (Sonntag) im Vatikan die 11. Weltbischofssynode eröffnet. In seiner Predigt vor 256 Bischöfen aus aller Welt beklagte der Papst, der christliche Glaube werde zunehmend aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen. Wörtlich sagte der Papst, "Toleranz, die Gott sozusagen als private Meinung zuläßt, ihm aber die Öffentlichkeit verweigert, ist keine Toleranz sondern Heuchelei". Im Mittelpunkt der Beratungen steht das kirchliche Verständnis von Eucharistie und die sich hieraus ergebenden Auswirkungen für das Engagement in Kirche und Gesellschaft. Die Dauer der Konferenz wurde von vier auf drei Wochen gekürzt und die Redezeit für die einzelnen Wortbeiträge von acht auf sechs Minuten reduziert. Damit soll die Synode effizienter werden. - Papst Paul VI. hatte 1965 die Bischofssynoden als beratendes Organ begründet. In der Vergangenheit beschlossen die Synoden unter anderem die Herausgabe des Weltkatechismus und des Handbuchs der katholischen Soziallehre.