30.09.2005

Nachrichtenarchiv 01.10.2005 00:00 Ärzte ohne Grenzen: Flüchtlinge in Marokko werden misshandelt

Die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" hat beklagt, daß schwarzafrikanische Flüchtlinge in Marokko systematischer Gewalt ausgesetzt sind. Flüchtlinge, die versuchten, über Nordafrika nach Spanien und die EU zu gelangen, würden von marokkanischen und spanischen Sicherheitskräften sowie von kriminellen Banden mißhandelt. Das teilte "Ärzte ohne Grenzen" heute in Paris mit. Schläge, Verletzungen durch Hunde sowie Schußwunden seien an der Tagesordnung. Dabei seien Menschen an den Folgen ihrer Verletzungen gestorben. - Die Menschenrechtsorganisation Pro-Asyl fordert unterdessen ein europäisches Asylrecht. Den ganzen Kontinent durch mehr Grenzpolizei und Wärmebildkameras abzuschotten, sei keine Lösung, sagte im Bayerischen Rundfunk Pro-Asyl-Europareferent Kopp. Er verwies darauf, dass die Zahl der Asylbewerber zurückgehe. Deshalb sei das Argument, Europa werde von Flüchtlingen überschwemmt, falsch.