08.09.2005

Nachrichtenarchiv 09.09.2005 00:00 Bundestagswahl in Dresden am 2. Oktober - Folgen unklar

Die möglichen Auswirkungen der Nachwahl im Wahlkreis Dresden I sind noch nicht ganz abzusehen. Der Termin, an dem die 219-tausend Wähler ihre Stimme abgeben, steht jetzt aber fest: es ist der 2. Oktober. Unterdessen ist ein Streit darüber entbrannt, wann das Wahlergebnis bekannt gegeben werden soll. CDU-Direktkandidat Lämmel und FDP-Kandidatin Bellmann betonten, wegen der Chancengleichheit dürften vor der Wahl in Dresden nirgendwo Stimmen ausgezählt werden. Dagegen wendet sich Unionspolitiker und FDP-Generalsekretär Niebel. Es sei weltfremd, das Wahlergebnis geheimzuhalten, bis die Stimmen in Dresden ausgezählt seien. Das könne man in Afrika machen, aber nicht in Deutschland. Allerdings zeichnen sich Sonderwege ab: In Brandenburg hat die Wahlleitung jetzt entschieden, am 18. September nur die siegreichen Direktkandidaten zu nennen. Die Kandidaten, die über die Listen ins Parlament einziehen könnten, will man nicht nennen, weil die Dresdner Nachwahl die Sitzverteilung noch verschieben kann. Die Union fordert Konsequenzen aus der vertrackten Situation: nach der Wahl müsse das Gesetz geändert werden. Beim Tod eines Kandidaten müsse der nächste einfach nachrücken. Bei einem knappen Wahlergebnis könnten die Dresdner Stimmen entscheidend sein.