07.09.2005

Nachrichtenarchiv 08.09.2005 00:00 Studie: weniger Gewalt in Familien

Nach Forschungen des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen hat die Gewalt in Familien abgenommen. Auch die Zahl der Gewalttaten an Schulen sei rückläufig. Das sagte der Leiter des Instituts, Christian Pfeiffer, bei der Vorstellung der Ergebnisse einer Studie. Das subjektive Empfinden der Bevölkerung sei jedoch gegenteilig. Durch immer mehr Berichterstattung über Gewalt im Fernsehen steige die Wahrnehmung von Gewaltverbrechen. Für die Studie wurden rund 23.000 Jugendliche der neunten Klasse aus der gesamten Bundesrepublik nach Gewalterfahrungen in der Familie befragt. Demnach ist vor sieben Jahren in nur knapp 40 Prozent aller Familien ein gewaltloses Zusammenleben möglich gewesen, in diesem Jahr aber in etwas mehr als der Hälfte der Familien.