07.09.2005

Nachrichtenarchiv 08.09.2005 00:00 Endergebnis der Bundestagswahl wird sich verzögern

Am 18. September wird in Deutschland zwar gewählt, aber das Gesamtergebnis droht sich um Wochen zu verzögern. Der Tod einer Direktkandidatin der rechtsextremen NPD macht in Dresden eine Nachwahl nötig. Damit ist am Wahlabend kein amtliches Endergebnis möglich. Der Wahlkreis 160 wird voraussichtlich erst Anfang Oktober wählen. Brisant ist das vor allem, weil Beobachter mit einem knappen Wahlausgang rechnen. Das heißt, die 219-tausend Stimmen des Wahlkreises könnten entscheidend sein. Bundeswahlleiter Hahler sagte dazu, ein Mandat werde unentschieden bleiben und weil das Zweitstimmenergebnis nicht bekannt sei, wolle er nicht ausschließen, dass sich auch dadurch noch Mandate zwischen den Parteien verschieben könnten. - Das Statistische Landesamt Sachsen ist der Ansicht, das ohne ein amtliches Endergebnis kein Kanzler gewählt werden kann. Auch rechtlich gibt es Probleme: Die Landeswahlleitung muß bis zum 18. September alle Briefwähler erreichen. Sonst könnte die Bundestagswahl angefochten werden.