04.09.2005

Nachrichtenarchiv 05.09.2005 00:00 Schwere Vorwürfe gegen US-Regierung nach Hurrikan

Die United Church of Christ in den USA erhebt schwere Vorwürfe gegen die US-Regierung. Präsident Bush müsse sich fragen lassen, wie die Regierung auf eine Katastrophe so schlecht vorbereitet sein konnte, die seit Jahren vorhergesagt wurde. Das sagte der Washingtoner Direktor der US-Kirche, Ron Stief. Er zitierte einen Zeitungskommentar, nachdem die Reaktion der Regierung auf das Unglück "bestenfalls Inkompetenz und im schlimmsten Fall Rassismus" gewesen sei. Stief kritisierte, die Bush-Regierung plane weitere Steuererleichterungen für Reiche. Dagegen seien die Ausgaben für Katastrophenschutz, Polizei, Feuerwehr und weitere öffentliche Aufgaben kontinuierlich gesenkt worden. - Nach Ansicht von Caritas international hat die Flutkatastrophe schwere soziale Probleme in den USA offenbar gemacht. Die Armen und sozial Benachteiligten seien von der Katastrophe am schlimmsten getroffen worden. Das sagte der Direktor von Caritas international, Martin Salm. Das Hilfswerk werde die US-Schwesterorganisation Catholic Charities weiter unterstützen. Besonders den Schwächsten müsse nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe geboten werden.