15.08.2005

Nachrichtenarchiv 16.08.2005 00:00 Parteien streiten über Elterngeld

Der aktuelle Familienbericht hat eine Debatte über die Ausrichtung der Familienpolitik ausgelöst. Ministerin Renate Schmidt sprach sich bei der Entgegennahme des siebten Familienberichts dafür aus, Familien zielgenauer zu fördern. Schmidt kündigte insbesondere die Einführung eines einjährigen Elterngeldes als Einkommensersatz an. Auch die Experten, die den Bericht erarbeitet haben, befürworten ein solches Elterngeld. Politiker von SPD und Grünen sehen den familienpolitischen Kurs der Koalition bestätigt. Dagegen forderten Vertreter von CDU und FDP erneut, Familien steuerlich zu entlasten. Die Vorsitzende der Frauen-Union, Maria Böhmer, sagte, dem Bericht zufolge müßten Familien finanziell besser gefördert werden. Ein Elterngeld lehnt Böhmer als "unausgegoren" ab. Die FDP-Bundestagsabgeordnete Ina Lenke sprach sich indessen für das Elterngeld aus.