11.08.2005

Nachrichtenarchiv 12.08.2005 00:00 Brasilien: katholischer Anteil der Bevölkerung nimmt ab

In Brasilien geht der Anteil der Katholiken an der Bevölkerung zurück. Im größten katholisch geprägten Land der Erde ist der Anteil der Katholiken seit dem Jahr 2000 von rund 74 auf 67 Prozent gesunken. Dies lasse sich vor allem erklären durch den Wechsel zu anderen Kirchen und Religionsgemeinschaften, hieß es. Die Gesamtzahl der Katholiken nahm ab von etwa 126 Millionen auf nun 123 Millionen. Weit mehr als die Hälfte derer, die ihre Religion wechselten, habe sich den so genannten Pfingstkirchen angeschlossen. Zu diesen gehören damit knapp 14 Prozent der Bevölkerung. Rund acht Prozent der Brasilianer bezeichnen sich als religionslos oder atheistisch; die übrigen elf Prozent seien vor allem Lutheraner, Kalvinisten und Methodisten. - Laut einer Untersuchung kehrten Gläubige der katholischen Kirche hauptsächlich den Rücken, weil sie mit Teilen ihrer Lehre nicht einverstanden waren. Zu weiteren Gründen zähle, in schwierigen Lebensmomenten keine Hilfe erhalten zu haben.