10.08.2005

Nachrichtenarchiv 11.08.2005 00:00 Studie: Im Osten werden mehr Kinder getötet als im Westen

In den ostdeutschen Bundesländern kommen laut einer Studie prozentual deutlich mehr Kleinkinder im Alter unter sechs Jahren durch Mord oder Totschlag ums Leben als im Westen. Das berichtet die Wochenzeitung "Die Zeit" unter Berufung auf Untersuchungen des niedersächsischen Kriminologen Christian Pfeiffer. Die Statistik weist für die vergangenen zehn Jahre im Westen etwa 1,1 Totschlagsfälle pro 100.000 Einwohner aus, im Osten liegt die Zahl fast drei Mal so hoch, bei 2,9. Bei Mordfällen an Kindern unter sechs Jahren liegt die Quote in dem Zeitraum bei 0,46 im Westen und bei 0,72 im Osten. In den vergangenen Tagen hatte die Tötung von neun Neugeboren durch die Mutter im Land Brandenburg eine Diskussion über dieses Thema ausgelöst.