07.08.2005

Nachrichtenarchiv 08.08.2005 00:00 Diskussion über die Evolutionstheorie

Der Direktor des Vatikanischen Observatoriums, George Coyne, hat sich in der Diskussion über die Evolutionstheorie vom Wiener Kardinal Christoph Schönborn distanziert. Christen könnten durchaus daran glauben, daß "sich das Leben durch einen Prozeß von zufälligen genetischen Mutationen und natürlicher Selektion entwickelt" habe, so Coyne. Schönborn hatte sich dagegen gewandt, die Existenz eines "intelligenten Plans" der Schöpfung und mithin eines Schöpfers dogmatisch auszuschließen. Vernünftiger sei es, an einen Schöpfer zu glauben, der die Evolution ausgelöst habe, als an eine "pure Abfolge von Zufall und Notwendigkeit". Schönborn hatte aber zugleich betont, daß die Kirche die Evolutionstheorie nicht ablehne.