11.07.2005

Nachrichtenarchiv 12.07.2005 00:00 Amnesty fordert strengeres Vorgehen gegen Kriegsverbrecher

Anlässlich des gestrigen 10. Jahrestages des Massakers von Srebrenica hat amnesty international die EU und ihre in Bosnien-Herzegowina stationierte Friedenstruppe aufgefordert, energischer gegen die Verantwortlichen vorzugehen. Die EUFOR-Soldaten müssten die vom UN-Kriegsverbrechertribunal für das frühere Jugoslawien in Den Haag ermittelten Verdächtigen aktiv verfolgen und sie an das Gericht ausliefern, verlangte die Menschenrechtsorganisation. Bei dem Massaker in der UN-Schutzzone Srebrenica waren am 11. Juli 1995 rund 8.000 muslimische Männer und Jungen von bosnischen Serben ermordet worden. Ausländische Politiker, darunter Bundesaußenminister Joschka Fischer, hatten im Rahmen der Gedenkfeiern zum 10. Jahrestag das Versagen der internationalen Gemeinschaft eingeräumt.