21.06.2005

Nachrichtenarchiv 22.06.2005 00:00 Wieczorek-Zeul: Extreme Armut geht weltweit zurück

Die Zahl der Menschen in der Welt, die in extremer Armut leben, geht zurück. Das erklärte Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul in Berlin bei der Vorstellung des entwicklungspolitischen Berichts über die vergangenen vier Jahre. In den letzten 15 Jahren sei der Anteil der Menschen, die täglich von weniger als einem US-Dollar leben müssen, bei deutlicher Zunahme der Weltbevölkerung von 28 auf 21 Prozent gesunken. Auch sei die Rate der Analphabeten sowie die Kosten für die Behandlung von AIDS-Kranken gesunken. Ministerin Wieczorek-Zeul sprach von einem Paradigmenwechsel bei der Entschuldung armer Länder. Mit den beschlossenen und weiteren geplanten Schuldenerlassen sei die Chance auf eine wirksamere Gesundheitsvorsorge und Armutsbekämpfung in armen Ländern eröffnet. Wirksame Entwicklungshilfe sei «die kostengünstigste Sicherheitspolitik auch für uns selbst», sagte die Ministerin angesichts weltweit hoher Ausgaben für Rüstung und Anti-Terror-Kampf.