11.06.2005

Nachrichtenarchiv 12.06.2005 00:00 GfbV: Protestbewegung in Äthiopien will Demokratie untergraben

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat vor neuen ethnischen Konflikten in dem Vielvölkerstaat Äthiopien gewarnt. Die Gefahr gehe von den Protesten der Oppositionsparteien aus. Die Protestbewegung wolle Äthiopien nicht demokratisieren, sondern zurückkehren zur alten Vorherrschaft der wohlhabenden Bevölkerungsminderheit. Die Bewegung habe angekündigt, im Falle ihres Wahlsieges das föderale Verfassungssystem abzuschaffen. Auch das Selbstbestimmungsrecht der etwa 70 Nationalitäten in Äthiopien soll abgeschafft und das Landeigentum privatisiert werden. Zugleich sei es aber unerträglich, daß die äthiopischen Behörden mit Gewalt gegen die Anhänger der Protestbewegung vorgingen, so die Gesellschaft für bedrohte Völker.