09.06.2005

Nachrichtenarchiv 10.06.2005 00:00 PDS und WASG treten gemeinsam zur Bundestagswahl an

Bei den vorgezogenen Neuwahlen wollen die Linksparteien PDS und WASG vereint antreten. Ex-SPD-Chef Lafontaine wird neben Gregor Gysi Spitzenkandidat des neuen Bündnisses. Dazu sagte Gregor Gysi im domradio, er und Lafontaine hätten das selbe Ziel, in Deutschland Schritt für Schritt eine Linkskraft zu Wege zu bringen, die von Links auch Druck auf die SPD ausübt, die sich in den letzten Jahren "entsozialdemokratisiert" habe. Wenn alles so klappe wie gedacht, dann gebe es zwei Spitzenkandidaten und dies sei symbolisch für das Zusammengehen, so Gysi. - Die SPD hat bereits auf die neue Entwicklung reagiert. Generalsekretär Klaus Uwe Benneter sagte, man nehme die politische Auseinandersetzung auf. Deutschland müsse wissen, wo PDS drauf stehe, sei auch PDS drin - im Osten wie im Westen. Benneter erklärte, mit Gregor Gysi und Lafontaine hätten sich "zwei Schönwetterpolitiker" gefunden. Beide hätten Immer wenn es ernst geworden sei gezeigt, daß sie kein Stehvermögen haben. - Laut einer aktuellen Umfrage könnte das linke Bündnis bis zu 18 Prozent der Wählerstimmen bekommen.