07.06.2005

Nachrichtenarchiv 08.06.2005 00:00 SPD wirft Köhler Indiskretionen vor - kein Kanzlerrücktritt

In der Diskussion um den Weg zu Neuwahlen hat die SPD die Öffentlichkeitsarbeit von Bundespräsident Köhler scharf angegriffen. Fraktionsvize Stiegler warf dem Präsidialamt vor, Einzelheiten aus Treffen von Köhler mit Bundeskanzler Schröder an die Öffentlichkeit zu spielen. Stiegler sagte bei N24, schuld daran sei Köhlers CDU-Umfeld. Gleichzeitig wies Stiegler neue Presseberichte über einen möglichen Rücktritt von Bundeskanzler Schröder zurück. Die Meldungen, wonach SPD-Chef Müntefering nachrücken und bis zum nächsten Jahr weiterregieren solle, seien falsch. Es werde wie geplant Neuwahlen im Herbst geben, so Stiegler. Regierungssprecher Anda bezeichnete unterdessen den Vorwurf von SPD-Fraktionsvize Müller als unerträglich, wonach das Präsidialamt Informationen über das vertrauliche Gespräch zwischen Köhler und Schröder an die Öffentlichkeit lanciert habe. Der Bundeskanzler teile diesen Verdacht keineswegs, so Anda.