16.05.2005

Nachrichtenarchiv 17.05.2005 00:00 Mindestens 14 Bootsflüchtlinge auf dem Weg nach Italien ertrunken

Mindestens 14 Bootsflüchtlinge sind auf dem Weg von Libyen nach Italien ertrunken. Wie die Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" berichtete, werden drei weitere Afrikaner vermisst, die von einem Hafen in der Nähe von Tripolis aus mit einem Kutter nach Lampedusa aufgebrochen waren. Nur sechs Bootsflüchtlinge wurden von der libyschen Polizei geborgen. Noch ist unklar, warum die Flüchtlinge Schiffbruch erlitten. Italiens Oppositionschef Romano Prodi forderte unterdessen ein Umdenken in der Einwanderungspolitik. Immigranten dürften nicht per Definition als illegale Einwanderer angesehen werden, so der ehemalige EU-Kommissionspräsident. Das Innenministerium in Rom warnte vor einem drohenden Kollaps der 13 Auffanglager für Flüchtlinge. Seitdem das Wetter besser geworden sei, habe auch die Zahl der Überfahrten von Flüchtlingen von Libyen zur südlich von Sizilien gelegenen Insel Lampedusa wieder sprunghaft zugenommen.