14.05.2005

Nachrichtenarchiv 15.05.2005 00:00 Usbekistan: 500 Todesopfer bei Unruhen

Nach den blutig niedergeschlagenen Protesten gleicht das usbekische Andischan einer Geisterstadt. Zahlreiche öffentliche Gebäude sind abgeriegelt worden. Obwohl offiziell keine Ausgangssperre verhängt ist, sind Straßen, Märkte und Geschäfte leer. Das Ausmaß des Blutbades, das Regierungstruppen in der Stadt vor zwei Tagen angerichtet haben, wird unterdessen immer deutlicher. Ärzte berichten nach Angaben der Nachrichtenagentur AP von 500 Toten. Diese seien in einer Leichenhalle aufgebahrt, die vom Militär streng bewacht werde. Etwa 2.000 Menschen sollen verletzt worden sein. Sie waren gegen Korruption und für mehr Demokratie auf die Straße gegangen.