30.04.2005

Nachrichtenarchiv 01.05.2005 00:00 ECOWAS versucht in Togo zu vermitteln

Eine Delegation des westafrikanischen Staatenbündnisses ECOWAS verhandelt in Togo seit Samstag mit der Regierungspartei und der Opposition. Die seit einer Woche andauernden Unruhen im Land sollen damit beendet werden. Seit dem 24. April wurden mehrere Dutzend Personen getötet und Hunderte verletzt. Tausende Togolesen flohen in die Nachbarländer. Während der Zusammenstöße war in der Nacht zum Freitag auch das deutsche Goethe-Institut niedergebrannt worden. Die Opposition wirft der Regierung und ihrem Kandidaten Gnassingbé vor, die Präsidentenwahlen am 24. April gefälscht zu haben. Gnassingbés Vater hatte Togo in den vergangenen 38 Jahren regiert. Sofort nach dessen Tod Anfang Februar ernannte das Militär den Sohn zum Präsidenten. Er hatte den Neuwahlen erst unter massivem internationalen Druck zugestimmt.