29.04.2005

Nachrichtenarchiv 30.04.2005 00:00 Lafontaine: Zehn Punkte gegen Auswüchse des Kapitalismus

Der frühere SPD-Chef Lafontaine hat sich in die Kapitalismusdebatte eingeschaltet. Wie der "Focus" meldet, hat Lafontaine ein Zehn-Punkte-Programm vorgelegt. In seinen zehn Punkten fordert Lafontaine, daß der Staat künftig mehr in die Wirtschaft eingreifen solle. So heißt es dort laut "Focus", Überziehungszinsen von Sozialhilfeempfängern bei Banken müssten gesetzlich geregelt werden. Außerdem ist der frühere SPD-Chef dafür, dass die Vorstände des Deutschen Gewerkschaftsbundes weniger verdienen. Darüber hinaus fordert Lafontaine, dass Manager keine Ansprüche auf Aktienoptionen mehr haben dürften, Löhne und Gehälter von Arbeiter und Angestellten um vier Prozent steigen sollten und die Nullrunden für Rentner enden. Gegenfinanzierungsvorschläge veröffentlichte der "Focus" nicht.