05.04.2005

Nachrichtenarchiv 06.04.2005 00:00 Berlin: Deutschland nahm Abschied vom Papst

Mit einer Trauermesse in Berlin hat Deutschland heute Mittag offiziell Abschied genommen von Papst Johannes Paul II. An dem Requiem nahm auch Bundeskanzler Schröder teil. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Lehmann, würdigte den Papst in seiner Predigt als einen Verfechter des Friedens und der Freiheit. Kardinal Lehmann erinnerte an das politische Engagement des verstorbenen Papstes in der Welt. Er sei immer wieder für eine neue "Kultur der Freiheit" eingetreten, sagte er in seiner Predigt. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz nannte Johannes Paul II. "den Brückenbauer schlechthin". An dem Gottesdienst nahmen zahlreiche Spitzenpolitiker teil, unter ihnen Bundeskanzler Schröder und sein Kabinett, Altkanzler Kohl, CDU-Chefin Merkel, Grünen-Chefin Roth und FDP-Chef Westerwelle. Die Johannes-Basilika ist die größte katholische Kirche in Berlin, aber dennoch fanden nicht alle Besucher einen Platz. Hunderte warteten vor der Kirche, viele mit Tränen in den Augen.