27.03.2005

Nachrichtenarchiv 28.03.2005 00:00 Deutsche Kirchen warnen vor aktiver Sterbehilfe

Viele Osterpredigten der deutschen Bischöfe beschäftigten sich mit der Diskussion um die amerikanische Koma-Patientin Schiavo und den Abbruch ihrer künstlichen Ernährung. Der Mainzer Kardinal Karl Lehmann nannte das juristische Tauziehen um das Leben der 41-Jährigen ein "schlimmes Schauspiel". Es sei keine Lösung, Sterbende schneller in den Tod hinein zu befördern, so Lehmann. Der evangelische Bischof Wolfgang Huber wandte sich "gegen jede Vorstellung davon, dass die aktive Sterbehilfe, der bewusst herbeigeführte Tod, ins Kalkül gezogen wird". Weil jedes Leben ein Geschenk Gottes sei, "wollen und dürfen wir über dieses Leben nicht willkürlich verfügen - weder an seinem Beginn noch an seinem Ende", so Huber im Berliner Dom.