26.02.2005

Nachrichtenarchiv 27.02.2005 00:00 Wulff: Politik soll starke Kirche als Korrektiv sehen

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff hat die Bedeutung der katholischen Kirche für Politik und Gesellschaft hervorgehoben. Wulff empfahl am Samstag in Hannover der Politik, eine starke Kirche nicht als Bremser zu sehen, sondern als wichtiges Korrektiv. Wulff sprach bei einem Festakt anläßlich der Unterzeichnung des Niedersachsen-Konkordats vor 40 Jahren. Gerade in einem säkularen Staat solle sich die Kirche einmischen, so Wulff. Der Botschafter des Vatikan in Deutschland, Erzbischof Erwin Josef Ender, bezeichnete die Rolle der Kirche als "öffentliches Gewissen". - Das Niedersachsen-Konkordat war der erste Vertrag eines Bundeslandes mit dem Heiligen Stuhl nach 1945 und wurde zum Vorbild weiterer Abkommen zwischen Staat und Kirche.