24.02.2005

Nachrichtenarchiv 25.02.2005 00:00 Russland wegen Verletzung der Menschenrechte verurteilt

Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof hat Russland wegen Verstößen gegen die Menschenrechte in Tschetschenien verurteilt. In drei Urteilen gaben die Straßburger Richter den Klagen von sechs Tschetschenen statt. Diese hatten sich über die außergerichtliche Hinrichtung von Familienangehörigen durch russische Armeenangehörige, über wahllose Bombardierung von flüchtenden Zivilisten durch russische Militärflugzeuge sowie über Folter während einer russischen Offensive in den Jahren 1999 und 2000 beschwert. Russland wurde zu Schadensersatzzahlungen in Höhe von rund 135 Tausend Euro an die sechs Kläger verurteilt. In seinen Urteilen stellte der Gerichtshof unter anderem Verletzungen des Rechts auf Leben sowie des Folterverbotes fest.