17.02.2005

Nachrichtenarchiv 18.02.2005 00:00 Gericht: Einbürgerung nur bei ausreichender Sprachkenntnis

Ein Ausländer, der Deutscher werden will, muss die deutsche Sprache so beherrschen, dass er einen einfachen Text lesen kann. Das entschied das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz. Einem seit 1985 in Deutschland lebenden Libanesen hatten die Behörden unter Verweis auf mangelnde Sprachkenntnisse die Einbürgerung verweigert. Ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache lägen vor, wenn sich der Einbürgerungsbewerber in seiner deutschen Umgebung sprachlich zurechtfinden könne, betonten die Richter. Er müsse einen deutschsprachigen Text des alltäglichen Lebens lesen und nacherzählen können.