16.02.2005

Nachrichtenarchiv 17.02.2005 00:00 Opfer der SED-Diktatur nicht vergessen

Experten sehen Nachholbedarf bei der Förderung von Gedenkstätten für die Opfer der SED-Diktatur durch den Bund. Für die Förderung dieser Einrichtungen gebe es deutlich weniger Anträge aus den Ländern als für Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Bei der Anhörung im Kulturausschuss des Bundestages forderte der Leipziger Historiker Eckert, die Förderung von NS-Gedenkstätten solle der Schwerpunkt des Bundes bleiben. Die Unterstützung von SED-Gedenkstätten solle jedoch als gesamtstaatliche Aufgabe verankert werden. Allerdings warnte er vor einer "Inflation von Gedenkstätten". Allein an der früheren deutsch-deutschen Grenze gebe es derzeit 40 Grenzlandmuseen.