10.02.2005

Nachrichtenarchiv 11.02.2005 00:00 GfbV fordert von Schily Bleiberecht für iranische Christin

Die Gesellschaft für bedrohte Völker hat an Bundesinnenminister Schily appelliert, sich für das Bleiberecht der iranischen Christin Zahra Kameli einzusetzen. Ein Versuch, die Frau mit dem Flugzeug in den Iran zurückzuschicken, war gestern Abend in letzter Minute gescheitert. Der Pilot der Maschine hatte sich geweigert, Zahra Kameli nach Teheran zu transportieren. Die Gesellschaft für bedrohte Völker erhebt schwere Vorwürfe gegen Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann: die Auslieferung sei zutiefst unchristlich und unmenschlich. Zahra Kameli wird jetzt wegen akuter Selbstmordgefahr in einer Frankfurter Klinik behandelt. Weil sie zum Christentum konvertierte, sich von ihrem Mann trennte und in einer neuen Partnerschaft lebt, droht ihr im Iran die Todesstrafe.