07.02.2005

Nachrichtenarchiv 08.02.2005 00:00 Menschenrechtler: In Tschetschenien weiterhin Entführungen durch Milizen

In der russischen Bürgerkriegsrepublik Tschetschenien sind Entführungen und das Verschwinden von Zivilisten weiter an der Tagesordnung. Die Zahl der Betroffenen sei nur leicht zurückgegangen, berichtet die Bürgerrechtsbewegung Memorial. Der Organisation wurden allein im vergangenen Jahr in der Kaukasus-Teilrepublik rund 400 Entführungsfälle bekannt, bei denen Menschen ums Leben kamen und 173 verschollen blieben. Memorial zufolge stehen hinter vielen Entführungsfällen Sicherheitskräfte der pro-russischen tschetschenischen Behörden und die Privat-Miliz des Vize-Ministerpräsidenten Kadyrow.