15.01.2005

Nachrichtenarchiv 16.01.2005 00:00 Handwerk fordert praxisnähere Ausbildung für deutsche Schüler

Das schlechte Abschneiden deutscher Schüler bei Leistungstests wie der PISA-Studie hat neue Forderungen aus der Wirtschaft nach sich gezogen. Dabei geht es um praxisnähere Ausbildung. So fordert das Handwerk mehr praktische Ausbildung für deutsche Schüler. Der neue Verbandspräsident Kentzler sagte der "Bild am Sonntag", Schüler sollten ein Jahr ihrer Ausbildung in einem Betriebspraktikum verbringen, um besser auf die Wirklichkeit des Berufslebens vorbereitet zu sein. Das Handwerk brauche gute Lehrlinge, die aber teilweise schwer zu finden sei. 200.000 junge Leute beendeten jedes Jahr die Schule, ohne auch nur halbwegs lesen und schreiben zu können. Das sei eine Schande, so Kentzler. Deshalb müsse es schon in der Schule ein Fach namens "Berufsalltag" geben. Schüler der 8. oder 9. Klassen sollten an je einem Schultag pro Woche die Praxis im Betrieb kennenlernen, so der Vorstoß aus dem Handwerksverband.