17.12.2004

Nachrichtenarchiv 18.12.2004 00:00 Eppler fordert Umdenken in der Friedenspolitik

Der frühere Entwicklungsminister Erhard Eppler (78) hat sich dafür ausgesprochen, in der Friedenspolitik umzudenken. Friedensarbeit im 21. Jahrhundert müsse sich weniger auf das Verhindern von Kriegen zwischen Staaten konzentrieren. Vielmehr komme es darauf an, die Gewalt zwischen lokalen Kriegsherren, kriminellen Milizen und verwilderten Söldnern einzudämmen. Das sagte Eppler am Freitag in Frankfurt am Main. Zudem sei weitaus mehr als früher erkennbar, daß der Kampf gegen Armut für die Friedensarbeit wesentlich sei. Scharfe Kritik übte Eppler an der Politik der USA, die eine Verbrecherjagd zum "Krieg gegen den Terrorismus" überhöhten.