15.12.2004

Nachrichtenarchiv 16.12.2004 00:00 Chile: Entschädigungen für 28.000 Diktatur-Opfer jetzt sicher

Der chilenische Kongreß hat ein Gesetz zur Entschädigung von Diktatur-Opfern verabschiedet. Laut dem Bericht einer Tageszeitung stimmten beide Kammern des Parlaments mit großer Mehrheit für den Vorschlag von Präsident Ricardo Lagos. Danach sollen mehr als 28.000 Folter-Opfer und Hinterbliebene von Ermordeten eine jährliche Rente von circa 1.900 Euro erhalten. Hinzu kommen weitere Leistungen, zum Beispiel im Bereich von Gesundheit und Ausbildung. Das Gesetz hatte Lagos vor rund einem Monat auf den Weg gebracht, nachdem ihm der Bericht einer Untersuchungskommission überreicht worden war. Der Report enthält mehr als 35.000 Zeugenaussagen zu den Verbrechen während der Herrschaft von Diktator Pinochet.