15.11.2004

Nachrichtenarchiv 16.11.2004 00:00 "amnesty" fordert rigoroses Waffenembargo gegen Sudan

amnesty international hat vom UN-Sicherheitsrat ein rigoroses Waffenembargo gegen den Sudan gefordert. Die Menschenrechtsorganisation legte in Nairobi einen Bericht vor, der umfangreiche Rüstungsexporte in das ostafrikanische Land dokumentiert. Davon profitierten zahlreiche Regierungen weltweit ebenso wie die sudanesische Regierung und die von ihr unterstützten Dschandschawid-Banden. Die Waffen kämen in der Krisenregion Darfur zum Einsatz, beklagte amnesty. In der westsudanesischen Region Darfur haben arabische Banden seit dem Frühjahr mehr als 1,2 Millionen Menschen vertrieben. Die Zahl der Todesopfer wird mittlerweile auf über 70.000 geschätzt. Der UN-Sicherheitsrat will sich ab Donnerstag in Nairobi mit der Sudan-Krise beschäftigen.